Wie kann Interkulturelle Kompetenz vermittelt werden? – Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Justizvollzugsanstalt Münster
R. 56
Botanicum
In der Justizvollzugsanstalt (JVA) sind Erstinhaftierte aus unterschiedlichen Kulturen untergebracht. Dies führt immer wieder zu interkulturellen Missverständnissen im alltäglichen Miteinander. Ist Blickkontakt höflich oder respektlos? Welche Bedeutung hat die Familie? Und was ist direkte und indirekte Kommunikation?
In Zusammenarbeit mit der JVA Münster sollen den Inhaftierten daher Trainings zur Vermittlung von Interkultureller Kompetenz angeboten werden, um einerseits Denkanstöße für das Zusammenleben in der JVA zu geben, andererseits die Insassen auf das Leben in einer multikulturellen Gesellschaft nach der Entlassung vorzubereiten.
Hierzu erweitern die Studierenden am ersten Tag zunächst ihre eigene interkulturelle Kompetenz, um dann am zweiten Tag zu trainieren, wie diese Kompetenz in einem Training vermittelt werden kann.
Im Anschluss daran werden unter Begleitung einer Trainer*in von Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE) e.V. sowie einer Sozialarbeiterin der JVA Trainings für die Inhaftierten durchgeführt. Mit einem halbtägigen Nachbereitungsworkshop endet das Projekt.
Allgemein:
Dieser Workshop steht Studierenden aller Fächer offen und kann auch im Rahmen der Allgemeinen Studien absolviert werden. Prüfungsleistung: Erfahrungsbericht (5 Seiten) zu Vorbereitung und Durchführung des Trainings in der JVA und Reflexion der Lernerfahrungen. Die Kurssprache ist Deutsch.
Workshop-Termine:
Der Workshop beginnt mit zwei Präsenzterminen an der Universität am 23.10. und 06.11.2026 jeweils von 9 Uhr s.t. bis 16 Uhr in Seminarraum 56 im Botanicum, Schlossgarten 3. Die weiteren Termine – Trainings in der JVA und Nachbereitungstreffen an der Universität – werden im Kurs festgelegt.
Die Kurssprache ist Deutsch.