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SUMMARY:DH-Tag 2026
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CONTACT:scdh@uni-muenster.de
DESCRIPTION:Speakers: Christian Wachter (SCDH Münster)\, Matthias Kayß (
 ULB / SCDH)\n\nDigital Humanities: Human Autonomy?\n\nIm Zentrum geisteswi
 ssenschaftlicher Arbeit steht traditionell der Mensch: Forschende ordnen m
 enschliche Ausdrucksformen wie Literatur\, Musik oder historische Quellen 
 in relevante Kontexte ein\, prüfen sie kritisch auf ihren Erkenntniswert 
 und streben mithilfe von Interpretationen ein Verstehen der untersuchten P
 hänomene an. Dieser hermeneutische Prozess beruht auf Fachstandards\, Erf
 ahrung und reflektiertem Urteil.\nWas aber\, wenn Forschungsschritte digit
 al gesteuert werden oder sogar (teil-)automatisiert ablaufen? Die Digital 
 Humanities haben unter anderem quantitative Verfahren etabliert\, bei dene
 n nicht die manuelle Durchsicht von Forschungsmaterial am Anfang steht\, s
 ondern die statistische Auswertung modellierter Daten – an die erst mens
 chliche Interpretation anknüpft. Wenn aber Wissenschaftler*innen Systeme 
 (mit-)entscheiden lassen über die Datengrundlage ihrer Forschung: Ist das
  eine Gefahr für ihre Autonomie? Tritt das Forschungssubjekt nach und nac
 h in den Hintergrund oder müssen wir die Rollen und Konturen wissenschaft
 licher Akteure eher neu schärfen? Einerseits sind Modellierungen und eing
 esetzte Algorithmen selbst menschengemacht\, andererseits ist nicht immer 
 jeder computergestützte Rechenschritt im Detail nachzuvollziehen.\nBesond
 ers dringlich stellen sich diese Fragen in Bezug auf den Einsatz von KI: Z
 war kann der sogenannte Human-in-the-Loop - also die gezielte menschliche 
 Steuerung durch kompetente Anfragen an KI-Systeme - die Qualität generier
 ter Ergebnisse erheblich beeinflussen. Dennoch bleibt der Spielraum für d
 ie Ergebnisgenerierung vorgegeben\, und zwar durch die meist intransparent
 en Trainingsdaten großer Sprachmodelle. Auch zu fragen ist\, wie abhängi
 g wir uns von Systemen privatwirtschaftlicher Unternehmen machen möchten\
 , auf deren Entwicklung wir kaum Einfluss nehmen können.\nDiese und weite
 re Aspekte berühren die Autonomie des Menschen im Forschungsprozess. Frag
 en nach den Herausforderungen\, Möglichkeiten und möglichen Rollenversch
 iebungen in den Geisteswissenschaften werden daher im Mittelpunkt des DH-T
 ags 2026 der Universität Münster stehen. Die Veranstaltung richtet sich 
 an alle digitalen Geisteswissenschaftler*innen: Forschende und Studierende
 .\nHinweis: Die Zoom-URL für die hybride Keynote wird ein paar Tage vor d
 er Verandtaltung u.a. hier veröffentlicht.\nFür die aussschließliche Te
 ilnahme per Zoom ist keine Anmeldung erforderlich!\n\nhttps://indico.uni-m
 uenster.de/event/4058/
LOCATION:JO101 (Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters "Religion und Polit
 ik")
URL:https://indico.uni-muenster.de/event/4058/
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