AIM for the Brain
Von künstlicher und natürlicher Intelligenz: Während Systeme des maschinellen Lernens immer leistungsfähiger darin werden, Muster zu erkennen und komplexe Dynamiken zu modellieren, werden sie in den kognitiven und Neurowissenschaften zunehmend eingesetzt, um zentrale Fragestellungen zu untersuchen: Wie erzeugt das Gehirn Gedanken, Erinnerungen, Wahrnehmung und Handlungen? Und wie können datengetriebene Modelle dazu beitragen, die zugrunde liegenden Prinzipien dieser Prozesse aufzudecken? Kann künstliche Intelligenz uns am Ende dabei helfen, natürliche Intelligenz zu verstehen?
Die Workshopreihe AIM4 oder „AIM for“ (Artificial Intelligence Münster for …) bietet ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaftler*innen der Universität Münster, die Methoden der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens anwenden oder deren Forschungsaktivitäten perspektivisch durch KI profitieren werden. Jede Ausgabe von „AIM for“ fokussiert ein konkretes wissenschaftliches Themenfeld in dem KI als methodischer Treiber neuer Forschungsansätze wirkt. Den ersten Workshop der Reihe, AIM for the Brain, der das Themengebiet der Hirnforschung in den Mittelpunkt stellt, wird vom Center for Data Science and Complexity (CDSC) und dem Otto Creuztfeld Center for Cognitive and Behavioural Neuroscience (OCC) gemeinsam organisiert.
Das Ziel der Workshopreihe ist die aktive Vernetzung und der Austausch innerhalb der Universität Münster. Gleichzeitig werden die Workshops durch Impulse externer Expert*innen bereichert, die aus unterschiedlichen disziplinären und methodischen Perspektiven den aktuellen Forschungsstand sowie zukünftige Entwicklungs-perspektiven des jeweiligen Forschungsfelds beleuchten. Bei der ersten Ausgabe der Reihe freuen wir uns, Daniel Durstewitz (Department of Theoretical Neuroscience at the CIMH) und Tim Kietzmann (Institute of Cognitive Science, University of Osnabrück) als Gäste begrüßen zu dürfen.
Alle Forschenden mit Interesse am jeweiligen Themenfeld, sind ausdrücklich eingeladen, sich zu beteiligen – auch dann, wenn sie KI (noch) nicht in ihrer Forschung einsetzen. In kurzen, offenen Beiträgen können eigene Forschungsansätze, laufende Projekte sowie Ideen für mögliche Kooperationen vorgestellt werden. Dies soll den Austausch über disziplinäre Grenzen hinweg fördern, gemeinsame Fragestellungen sichtbar machen und als Ausgangspunkt für neue wissenschaftliche Vernetzungen und Kooperationen dienen.