- Indico style
- Indico style - inline minutes
- Indico style - numbered
- Indico style - numbered + minutes
- Indico Weeks View
Zoom-Zugang: Meeting ID 690 4487 7460 / Kenncode 347 072
Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen, Fragen und Diskussionsbeiträge sind ausdrücklich erwünscht!
Werkstattgespräch mit Timo Kracke, aktiv im Verein für Computergenealogie, und Thilo Weichert, Netzwerk Datenschutzexpertise.
Moderation: Prof. Dr. Elisabeth Timm, Lehrstuhl für Kulturanthropologie, Universität Münster.
Genetik findet nicht nur in abgeschlossenen Laboren statt. Seit einigen Jahren sind kommerzielle genetische Tests für die Familienforschung verfügbar. In einem bürgerwissenschaftlichen Projekt erforschen die Universität Münster, der Verein für Computergenealogie und die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung von 2025 bsi 2027 die alltägliche Verwendung von genetischen Analysen in der Genealogie: Wer nutzt solche Testangebote? Mit welchen Erfahrungen ist das verbunden? Welche Kritik äußern Engagierte in den genealogischen Vereinen, und welche Bedenken bestehen seitens des Datenschutzes?
Im Werkstattgespräch am 19. Februar geht es um die Produktion und den Verkauf von genealogischen und genetischen Daten: Diese Daten stammen von historischen und / oder lebenden Menschen. Aktive in der Familienforschung produzieren seit Jahrzehnten strukturierte Datenbanken, beispielsweise durch die Auswertung von Kirchenbüchern und anderen Personenstandsquellen. Unternehmen der Biotechbranche bieten DNA-Tests für die Familienforschung an und verknüpfen diese Daten mit denen der Genealogie. Aus Sicht der Familienforschung sind DNA-Analysen ein neuer Datentyp mit interessanten Erkenntnismöglichkeiten auch für genealogische Fragen - in Sachen Datenschutz gibt es hierbei Fragen zum Schutz sensibler Daten, die nicht im Rahmen unabhängig kontrollierter und gemeinwohlorientierter Forschung zirkulieren, sondern zwischen Privathaushalten, partizipativen Plattformen und Unternehmensdatenbanken.
Timo Kracke, aktiv im Verein für Computergenealogie e.V., gibt Einblick in die Verwendung von DNA-Analysen in der Praxis der Familienforschung.
Thilo Weichert, Jurist im Netzwerk Datenschutzexpertise, erläutert die kritische Beobachtung der kommerziellen Angebote genetischser Analysen für die Genealogie.
Moderation: Prof. Dr. Elisabeth Timm, Universität Münster.
(Eine Veranstaltung des bürgerwissenschaftlichen Proejkts "Erzählen Deine Gene Dir Deine Geschichte?! DNA-Tests als Waren und populäers Vergnügen" - von der Universitätsstiftung Münster 2024 mit dem Citizen-Science-Preis ausgezeichnet. Kooperationspartner im Verbund 2025 bis 2027: LWL-Museum für Naturkunde, Münster (Werkstattgespräche und Ergebnispräsentation); Verein für Computergenealogie e.V.; Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung e.V.; Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Universität Münster. Koordination: Elisabeth Timm, Lehrstuhl für Kulturanthropologie, Universität Münster.)
Dieser Kurzfilm stellt unsere Arbeit vor.