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20. März 2026 NEW
Schloss Münster
Europe/Berlin Zeitzone

Fachvortrag I: Lernen aus Krisen – Auswirkungen multipler Krisen auf Kinder und Jugendliche in der Kinder- und Jugendpsychotherapie

Nicht eingeplant
45m
Aula & Foyer (Schloss Münster)

Aula & Foyer

Schloss Münster

Schlossplatz 2 48149 Münster

Sprecher

Prof. Julia Asbrand

Beschreibung

Corona, der Angriffskrieg auf die Ukraine, Inflation und über allem schwebend die Klima- und Biodiversitätskrise – wo man sich auch umsieht, ist unsere Gegenwart von Krisen geprägt. Kinder und Jugendliche müssen sich im Laufe ihrer Entwicklung mit eigenen Themen und Krisen, aber auch in unserer globalen Krisenwelt zurechtfinden. Ist damit eine verstärkte psychische Belastung bspw. mit Angst und depressiven Symptomen unvermeidbar? Wer ist besonders betroffen? Welche Lösungswege kann es geben? Der Vortrag beschreibt die psychosozialen Folgen wie auch Mechanismen, wie globale Krisen zu individuellen Krisen werden. Zudem wird die Frage beantwortet, wie eine funktionale Bewältigung dieser Krisen individuell wie auch gesellschaftlich aussehen kann. In einem letzten Teil werden sogenannte Co-Benefits von politischen Maßnahmen wie Klimaschutz und Resilienzmaßnahmen in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen in den Blick genommen und beleuchtet, welche positiven psychosozialen Auswirkungen durch diese gewonnen werden können.

Kurzporträt der Referentin:

Prof. Dr. Julia Asbrand ist Diplom-Psychologin und approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (Fachkunde VT). Nach Studium (Abschluss 2011), Promotion (Abschluss 2016) und Approbationsausbildung (Abschluss 2019) in Freiburg baute sie ab 2020 zunächst die Professur für Klinische Kinder- und Jugendlichenpsychologie und -psychotherapie sowie die Spezialambulanz für Kinder, Jugendliche und Familien an der Humboldt-Universität zu Berlin auf. Seit Februar 2023 leitet sie den Lehrstuhl für Klinische Psychologie des Kindes- und Jugendalters an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und die neu gegründete Psychotherapeutische Hochschulambulanz für Kinder, Jugendliche und Familien. Therapeutisch arbeitet sie seitdem auch als systemische Therapeutin (Fachkunde geplant 2026) und ist durch die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer als Supervisorin anerkannt (2025).
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in multimethodalen, experimentellen Grundlagen- und Interventionsstudien zu Angststörungen im Kindes- und Jugendalter sowie Auswirkungen gesellschaftlicher Krisen auf die psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Forschung läuft seit kurzem mit einem partizipativen Schwerpunkt unter Einbezug von Jugendlichen und deren Bezugspersonen.

Präsentationsmaterialien

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